Raspberry Pi3B mittels DC/DC-Wandler mit Strom versorgen?

Pirx

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15 Aug 2009
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Hallo,

erstmal wünsche ich allen noch ein gesundes, neues Jahr.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Stromversorgung eines RPi mit einem DC/DC-Wandler - und wenn ja, mit welchem Wandler?

Ich habe hier zum einen den Kopfhörerverstärker mit 12V-Netzteil und den RPi (Volumio) mit 5V Netzteil. Ich würde gern ein Netzteil einsparen, und den RPi aus dem 12V-Netzteil mit versorgen und dachte da an einen DC/DC-Wandler wie diesen. Rein von den Daten her sollte der reichen ...

Gruß
Pirx
 

Pirx

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15 Aug 2009
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Ich habe mir den im vorigen Beitrag verlinkten DC/DC-Wandler besorgt, gestestet und das Ergebnis ist einigermaßen ernüchternd. An 12V (Labornetzgerät) gehängt und ohne Last liefert er 5,01 V. Mit Last allerdings ...
20 Ohm -> 4,97 V *
10 Ohm -> 4,92 V *
5 Ohm -> 4,84 V *
3,3 Ohm -> 4,76 V *

Laut Datenblatt soll dieser Wandler bei "full load" eine "Output voltage accuracy" von +/-3% haben. Mein Exemplar unterschreitet die -3% bereits bei 5 Ohm also bei ca. 1A (50% von "full load").

Fazit: Für den vorgesehenem Anwendungszweck ist das Ding nicht zu gebrauchen.


* EDIT: Diese Messungen waren nicht korrekt -> siehe Post Nr.5
 
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Pirx

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15 Aug 2009
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Hi Heinrich,

ich habe kaum Erfahrung im Design von solchen Schaltungen und solche fertigen Bausteine haben sich bei mir schon des öfteren als brauchbar erwiesen. Leider nicht in diesem Fall ...

Über den LM 2596 bin ich inzwischen auch schon gestolpert. Dieses Wochenende werde ich dieses Modul testen. Mal sehen, ob damit etwas anzufangen ist.

Gruß
Pirx
 

Pirx

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15 Aug 2009
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Hallo zusammen,

zuerst mal muss ich mitteilen, dass ich mich bei den "Messungen" letztes Wochenende dämlich angestellt und Spannungsabfälle über Leitungen gemessen habe. Also vergesst bitte die "Messwerte" aus dem 2. Post!

Gestern habe ich das nochmal ordentlich gemacht und dabei eine faustdicke Überraschung erlebt. Der kleine Gaptec hat's echt in sich. Tatsächlich sieht es nämlich wie folgt aus:
ohne Last 5,01 V
10 Ohm 5,00 V
5 Ohm 5,00 V
3,3 Ohm 5,00 V

Das war mir irgendwie zu schön, um wahr zu sein. Aber die Widerstände wurden alle drei (je 10 Ohm) gut warm und ein nachträglich auf der 5V-Seite eingeschleifter Strommesser zeigt 1,4 A. Es stimmt also. Chapeau.

Das LM2596-Modul sieht aber auch gut aus:
eingestellt ohne Last 5,00 V
10 Ohm 4,97 V
5 Ohm 4,97 V
3,3 Ohm 4,97 V

Bei der Erwärmung gibt es Unterschiede. Bei 5 Ohm Last ergeben sich nach einer halben Stunde folgende Temperaturen (gemessen mit IR-Thermometer):
Gaptec - 30 Grad (Leiterplatte unterhalb IC)
LM2596 - 30 Grad (Leiterplatte unterhalb IC) bis 40 Grad (um die Diode)

Der Gaptec wird offenbar über seine Beine gekühlt, die Leiterplatte wird wärmer als das Kunststoffgehäuse. Beim LM2596-Modul erwärmt sich die Diode noch stärker als der IC.

Zur Versorgung eines RPi dürften beide geeignet sein.

Mal sehen, wie sich der Gaptec im Live-Bertrieb schlägt ...

Gruß
Pirx
 

Pirx

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15 Aug 2009
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Fazit nach 3 Wochen Live-Betrieb mit dem Gaptec: Es läuft problemlos.

Im Einsatz ist die Schaltung aus den Datenblatt (inkl. der Kondensatoren) auf einer kleinen Leiterplatte mit 1-2 qcm an allen drei Beinen. Der Ausgang geht unter Umgehung der Micro-USB Buchse direkt auf den Pi. Es gibt mehrere 5V- und Masse-Messpunkte direkt an der USB-Buchse (PP1-PP6, siehe Schaltplan), an die (2 davon) ich 0,2qmm Kupferlitze gelötet habe. So kommen die 5V verlustfrei und sicher kontaktiert beim Pi an.
 

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