OpAmp und differenzielles Signal

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Hemi, 30. Januar 2019.

  1. Hemi

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    Moinsen zusammen,

    ich habe da eine Frage zu Operationsverstärker :)

    Und zwar, ich habe einen Chip mit einem differenziellen Ausgang und einer Signalmasse, Vpp liegt beim diesem Chip bei 3,6V. Die Signalmasse ist nicht an die "allgemeine" Masse angeschlossen.

    Dieses Signal brauche ich aber als Single Ended, dazu gibt es ja massig Schaltungen, zum Beispiel:

    OpAmp.png

    Die AOUT1+, AOUT1- und AOUT1 sind mir klar.

    Aber:
    1. ein OpAmp hat ja eigene Spannungsversorgung, hier kann ich ja auf +5V/-5V gehen und einen rail-to-rail OpAmp nehmen. Richtig?

    2. Auf was beziehen sind die Vcc (beim R5) und die Masse (beim R6)? Ich schätze mal, dass mit GND die Signalmasse gemeint?

    Könnt Ihr mir etwas auf die Sprünge helfen? :)
     
  2. Pirx

    Pirx Mitglied

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    Hi Heinrich,

    diese Schaltung ist für unsymmetrische Betriebsspannung ausgelegt. Die Betriebsspannung ist Vcc, die Widerstände R5/R6 und R4 sorgen dafür, dass der Ausgang auf 1/2 Vcc liegt.

    Eine Schaltung für symmetrische Betriebsspannung sieht etwas anders aus - Beispiel siehe hier

    Das gibt es auch als fertigen IC, z.B. in Form des SSM2143, der allerdings mindestens +/- 6V Betriebsspannung haben möchte.

    Gruß
    Pirx
     
  3. Hemi

    Hemi Premium Benutzer

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    Hallo Pirx,

    vielen Dank für die Antwort!

    Die R5 und R6 bilden einen Spannungsteiler? Angenommen Vcc liegt bei 12V, sodass danach nur noch 6V anliegen. Die R2 und R4 bilden doch auch einen Spannungsteiler oder nicht? Hier wären aber 6v aus R5/R6 als Bezugspunkt oder?
     
  4. dino03

    dino03 Aktives Mitglied

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    Hallo Heinrich,

    die Schaltung sieht mir lediglich nach einer symbolhaften Beispielschaltung für asymetrische Versorgung aus aus. Nicht mehr und nicht weniger. Eigentlich praxisfremd und nicht wirklich verwendbar. Irgendwas fehlt da immer.

    Wenn du sie für Wechselspannung (Audio) verwenden möchtest, dann fehlen dr die Kondensatoren am Eingang (AOUT1+) und Ausgang (AOUT1).
    Dann kann man den Eingang AOUT1- eigentlich links liegen lassen. Signal-GND könnte man dann zB an VersorgungsGND (den Pfeil nach unten) setzen um stabile niederohmige Verhältnisse zu bekommen.

    Wenn du sie für Gleichspannung verwenden willst, dann müßte dein Signal-GND der Mittelabgriff R5/R6 sein. Das ist für den Ausgang aber Mist, da das alles sehr hochohmig ist.

    Also wie man sich dreht und wendet. Die Schaltung ist lediglich eine grobe Beispielsschaltung mit Symbolcharacter. Nicht praxistaugliches.

    Wenn du aus einem differetiellen Ausgang einen normalen machen möchtest, dann verwende nur den positiven Ausgang und lege den negativen mit nem kleinen Lastwiderstand (ohne große Ströme) ruhig, damit er ein wenig zu arbeiten hat und nicht rumflattert. Wenn du die beiden differentiellen Ausgänge auf den + und - Eingang eines OPAMs legst, dann hast du lediglich noch den Fehler und das Rauschen am Ausgang des OPAmps, da sich die beiden differentiellen Signale ja gegenseitig aufheben sollten.

    Gruß
    Dino
     
    #4 dino03, 4. Februar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2019
  5. Hemi

    Hemi Premium Benutzer

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    Hallo Dino, danke Dir für die Antwort!

    Ich habe das hier gefunden, sieht für mich brauchbar aus:

    diifferencial-to-single.jpg

    Und braucht auch keine symmetrische Spannungsversorgung.

    Danach kommt noch ein 20 bis 100Hz Bandpass und das Thema ist erledigt.

    Warum das Ganze? Es geht um meinen DSP im 7er. Ich will die TDA1562 ersetzen. Diese werde im Original für's Antreiben von den beiden Subwoofer verwendet und sind alles, nur nicht leistungsstark. Nun weiß ich, wie die analoge Platine (da, wo die ganzen Verstärker-IC verbaut sind) aufgebaut ist und werde sie komplett umbauen. Die Subwoofer bekommen eine richtige Endstufe, dazu muss ich ja das Signal rausleiten und an die externe Endstufe schicken.
     
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